WASSERANALYSEN

 

                   

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VORBEUGEN

Legionellen können sich in Wassersystemen unter bestimmten Voraussetzungen rasant vermehren. Gewissheit über die Konzentration an Legionellen in einer Installation kann nur die fachliche Beprobung und Labor-Untersuchung geben.

Ein starker Legionellenbefall kann oft nur durch fachmännische Desinfektionen wie der chemischen Desinfektion dauerhaft beseitigt werden.

Dem neuen Befall einer legionellenfreie Installation kann jedoch durch einige vorbeugende Maßnahmen und durch das kennen der Gefahrenquellen entgegen gewirkt werden.

 

Hauptgefahrenquellen sind:

Stehendes Wasser (wie z. B. in der Warmwasserleitung, der Zirkulation oder im Warmwasserkessel/Boiler. Erhöhte Gefahr auch durch längere Nichtbenutzung einer Entnahmestelle/-Leitung, z.B. unbewohnte Wohnung...)

Wasser zwischen 35° C und 50° C (Vermehrung ab 25° C).

Neu installierte Wasserleitungen und Arbeiten am Leitungsnetz

 

 

 

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HEALTH

Es können folgende Maßnahmen zur Vorbeugung ergriffen werden:

• Sogenannte „Totleitungen“ im Warmwassernetz sollten vermieden werden (Ww-Leitungen, die nie oder nur selten benutzt werden).

• Das Warmwassertemperatur sollte über 60° C betragen!

•Zudem sollten Duschköpfe, Brauseschläuche, Wasserhahnaufsätze u. ä. regelmäßig ersetzt werden, da sich die Legionellen gerade auch dort rasant vermehren können.

 

• Die Zirkulationspumpe sollte stets einwandfrei funktionieren. Falls Ihre Hausinstallation eine Zirkulationsp. beinhaltet, muss das Warm-Wasser nach aufdrehen der Entnahmestelle innerhalb kurzer Zeit die volle Temperatur erreicht haben. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie die Zirkulationspumpe von einem Fachmann prüfen lassen.

•  Eine regelmäßige thermische Desinfektion* ist aufwändig, kann jedoch u. U. eine Legionellenvermehrung verhindern. Hierbei erhitzen Sie das Warmwasser zuerst auf min. 70° C, danach spülen Sie jede Warmwasser-Entnahmestelle (Dusche, Waschbecken, …) einzeln für jeweils mindestens drei Minuten nur mit heißem Wasser (immer min. 70° C) unter vollem Druck. Dabei soll so wenig Wasserdampf als möglich eingeatmet werden (Fenster öffnen, Raum kurz verlassen, zum Schutz dabei möglichst Atemschutz der Klasse P2 tragen). Theoretisch kann bereits ein regelmäßige Spülen der Leitungen mit einer Temperatur ab min. ca. 55° C (Temperatur an der Entnahmestelle) u. U. bereits einer Vermehrung von Legionellen vorbeugen, solange kein Befall vorliegt. Höhere Temperaturen sind jedoch deutlich wirksamer und werden dringend empfohlen.

• Zu wenig Wasserdruck in den Leitungen fördert generell die Bildung von Ablagerung und die Vermehrung von Legionellen, Keimen und Bakterien. Achten Sie deshalb auf ausreichenden Wasserdruck in allen Warm- und Kaltwasserleitungen.

*INFO: Die thermische Desinfektion ist zur Vorbeugung hilfreich. Sollte jedoch bereits ein stärkerer Legionellenbefall bestehen, kann sie in vielen Fällen nichts mehr dagegen ausrichten, gerade wenn sich bereits sogenannte „Amöben“ in dem Biofilm der Leitungen gebildet haben, die die Legionellen auch vor heißem Wasser schützen. Hier helfen nur noch spezielle Desinfektionsverfahren durch eine Fachfirma. Es ist zudem derzeit umstritten, ob die thermische Desinfektion bei einem Legionellenbefall in hohen Bereichen die Problematik lösen kann oder ob die Gefährdung dadurch sogar noch verstärkt werden kann. Bei Legionellenzahlen über den Grenzwerten sind daher in jedem Fall die notwendigen Schritte durch einen dementsprechenden zugelassenen Fachmann festzulegen/auszuführen.

 

Weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es bei der DVGW: www.dvgw.de

 

(Für die Inhalte der jeweiligen Links übernehmen wir keine Haftung.)

 

 

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